Schottischer Whiskey: Exportschlager seit Jahrzehnten

Wer an Schottland denkt, der denkt in der Regel als Erstes an rauhe, unberührte Natur und die berühmte, wenn auch überspitzt als Klischee dargestellte schottische Knauserigkeit. Schottenröcke, Dudelsäcke und Schafherden sind weiter unter den Assoziationen, die sicherlich viel bei dem Gedanken an das Land herstellen werden. All die Gourmets dieser Erde werden bei dem Gedanken an Schottland jedoch sicherlich auch an schottischen Whiskey denken. Kein Wunder: Schottland ist berühmt für seine Highland Brennereien, Whiskey ist Exportgut Nummer Eins der kleinen, britischen Nation.

Scotch Whiskey nach wie vor sehr beliebt

Im Jahr 2009 verbuchte die schottische Exportwirtschaft Umsätze in Höhe von 3,4 Mrd. Euro durch den Export des heimischen Whiskeys, teilt die Scotch Whiskey Association (SWA) mit. Erste Whiskeybrennereien werden auf das 5. Jahrhundert nach Christi Geburt datiert, die erste finanziell erträgliche und heute noch existierende Destillerie wurde 1823 unter dem Namen Glenlivet in den Highlands bei Minmore gegründet und führte den Siegeszug des schottischen Whiskeys weltweit ein. Heute greifen immer mehr Whiskeykenner zu diversen Anlässen gerne auf schottischen Whiskey zurück – zu den bekanntesten Marken gehören Glenfiddich, Glenmorangie, dazu Ballantines Finest und nach wie vor Glenlivet.

Whiskey als Wissenschaft

Whiskey ist dabei nicht bloß reines Genussgetränk – echte Wiskhykenner verehren das Getränk vor allem wegen seiner Vielseitigkeit. Die Kunde vom Whiskey ist dabei, ähnlich wie die Beschäftigung mit Wein, zu einer wahren Wissenschaft geworden. Anbaugebiet, Destillerie und Brennprozess sagen viel über die Güte eines Whiskeys aus. Ein Lagavulin Single Malt zählt wegen seiner besonders edlen Zutaten und dem sorgfältigen Destiallationsprozess zu den edleren Sorten des schottischen Whiskey. Neulinge auf dem Terrain sollten sich anfänglich jedoch vielleicht lieber mit einer etwas leichter zugänglichen Marke befassen, um die Charakteristika des Whiskey kennen zu lernen. Wer dann einmal auf den Geschmack gekommen ist, der wird so schnell nicht wieder aufhören wollen, hin und wieder ein Gläschen zu genießen.